Wo man hinschaut, stiften Religiöse Unheil: In den USA haben fromme Fundamentalisten wesentlich zum Wahlsieg eines gewissen T beigetragen. Er hat ihnen die Heiligkeit der Ehe versprochen. den Kampf gegen die Abreibung und die Abschaffung der Diversität, also von Homosexuellen und Queeren, zugesagt und so ihre Herzen und Stimmen gewonnen. Im Islam stiften die Radikalen schon lange Unheil. Ihr Ziel ist so etwas wie eine Art muslimische Weltherrschaft. In Russland unterstützen die Orthodoxen den Führer P in seinen imperialen Träumen und ergo den Krieg gegen die Ukraine. Und der ungute Einfluss der religiösen Kräfte in Israel wird immer brutaler. Auch sie haben imperiale Wahnideen, wollen den Gaza-Streifen besiedeln und die Palästinenser vertreiben. Auch die West-Bank erweckt ihre Besitzgier. Warum ist das so? Warum könnte es auch in Deutschland so sein, dass die Frommen der AfD gewogen sind? Für diese These mangelt es noch an Untersuchungen des Wählerverhaltens. Fromme sind per se keine Demokraten. Sie glauben an die Allmacht Gottes und lehnen die Vielfalt der Meinungen ab. Nur sie haben recht, weil sie den Text der Bibel (des Korans) für das Gesetz halten und die Gesetze der Rechtsprechung für gefährlich. Sie bekämpfen die Freiheit der körperlichen Selbstbestimmung, lehnen Abtreibung, Homo-Ehe und Sterbehilfe ab. Sie sind intolerant gegenüber anderen Meinungen, weil nur ihre Auffassung die richtige sein kann. Es wird Zeit, dass wir die Schonung der orthodoxen, dogmatischen Religiösen beenden und uns mit ihnen verbal deutlicher auseinandersetzen.
Monat: Mai 2025
Neuer Oberbürgermeister
Die große Kreisstadt S. im Kreis BB musste einen neuen Oberbürgermeister wählen. Der alte hatte nach 24 Jahren genug davon und vielleicht auch die Bürger von ihm. Am ersten Wahlgang nahmen acht Kandidaten und eine Kandidatin teil. Er brachte kein Ergebnis, weil niemand die 50%-Marke knackte. So musste zwei Wochen später noch einmal gewählt werden, nach dem neuen Recht, das eine Stichwahl unter den zwei Kandidaten vorsieht, die bei der ersten Wahl vorne liegen. Sieger wurde Herr K., der gut 70 Stimmen mehr bekam als Herr R. Nachdenklich stimmen ein paar Beobachtungen. Erstens: Die Wahlbeteiligung im zweiten Wahlgang war mit gut 36% noch etwas schlechter als im ersten (etwa 38%). Der Sieger wurde also von etwa 18% der Wahlberechtigten gewählt. Zweitens: In der Kernstadt hatte Kandidat R. die Nase vorn, im Teilort M. war es K., der die meisten Stimmen bekam. Der Teilort hat also das Ergebnis der Wahl bestimmt. In der Kernstadt hat der neue OB keine Mehrheit. Drittens: Es haben relativ wenige junge Menschen an der Wahl teilgenommen. Im Wahllokal des Blogschreibers hat sich kein 16-Jähriger gezeigt, obwohl diese Altersgruppe bei kommunalen Wahlen stimmberechtigt ist. Das Wahlalter zu senken genügt also nicht, um das demokratische Bewusstsein der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu stärken. Viertens: Gegen den Kandidaten R. wurde vorgebracht, er sei mit 25 Jahren „zu jung“ für ein solches Amt. Das Mindestalter für die Wählbarkeit zum Bürgermeister beträgt 18 Jahre. Der Kandidat war also sieben Jahre älter als notwendig. Es ist ein bedenkliches Zeichen, wenn der politische Diskurs mit Diskriminierungen aufgrund des Alters geführt wird. Fünftens: Der erfolgreiche Kandidat warb mit seiner Bürgermeister-Erfahrung in einer Gemeinde mit weniger als achttausend Einwohnern. In der Stadt S. wohnen fast zehn Mal so viel und sie hat ganz andere Probleme. Ob Herr K. den Sprung von der Kreisklasse in die zweite Bundesliga schaffen wird? Er hat acht Jahre Zeit dazu.
Ferner Frieden
Nach drei Jahren Krieg wäre es an der Zeit, dass in der Ukraine Frieden einkehrte. Aber was derzeit geschieht, erweckt nicht den Eindruck, dass es uns diesem Ziel näher brächte. Der Angreifer greift weiter an. Er hat das Land noch nicht erobert bzw. seiner Herrschaft unterstellt. Warum sollte er einem Waffenstillstand zustimmen? Ps These: Er war gezwungen sei, das Land anzugreifen, wegen der Faschisten, die dort regieren. Und solange die nicht weg sind, muss die militärische Aktion weitergehen. Der Präsident der Vereinigten Staaten will, dass der Krieg aufhört, denn nur dann kann er mit Russland und der Ukraine Geschäfte machen. Das Wort „deal“, unter dem wir bisher so etwas wie ein „faires Abkommen“ verstanden haben, bedeutet bei ihm: Geld verdienen. Er ist weder an der Ukraine interessiert noch an der Sicherheit Europas, sondern nur an reichlichen Einnahmen. Wenn die Europäer vor P Angst haben, was er nicht versteht, denn er unterstellt seinem Freund in Moskau keine bösen Absichten, dann sollen sie sich selbst schützen. Das ist nicht die Sache der Amerikaner. Den Präsidenten der Ukraine nimmt er nicht ernst, die europäischen Politiker auch nicht. Er lässt sich von ihnen nicht zu Härte gegenüber P zwingen. Und sein Vize teilt uns mit, der US-Präsident könne bald die Lust an der Ukraine-Sache ganz verlieren. Sie hält ihn zu sehr vom Golfspielen ab. Es wird wohl so weitergehen: T hebt die Sanktionen gegen Russland auf und schließt Verträge zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Er liefert der Ukraine keine Waffen mehr, so dass ihre militärischen Widerstandskraft erlahmen wird und sie froh sein muss, wenn sie noch einen Teil ihres Landes behalten darf. Die Europäer werden ihren Beistand für das angegriffene Land ebenfalls einstellen und sich ängstlich wegducken. Einer aber wird schon Pläne für die nächste Spezialoperation schmieden. Das russische Imperium wird wachsen. So kommen wir dem Frieden näher.