Der Antrag ist gestellt. Der Kriegsfürst N hat das Nobelpreiskomitee davon in Kenntnis gesetzt, dass er den Präsidenten T für würdig hält, mit dem Friedensnobelpreis bedacht zu werden. Es steht zu vermuten, dass er das sogar ernst meint und nicht für einen satirischen Beitrag in einer ansonsten unterhaltungsarmen Nachrichtenzeit. Vorstellbar ist auch, dass die Zuständigen darüber nachdenken. Dabei werden sie zu dem Ergebnis kommen, dass es der Kandidat T immerhin erreicht hat, dass der Iran von weiteren Raketenangriffen auf Israel absieht. Das hat T aber nicht mit Friedensdiplomatie erreicht, sondern mit Bombenangriffen auf die iranische Atomindustrie. Wird er so auch den Ukraine-Krieg beenden? Man könnte sich ein paar Bomben auf die vorrückende russische Armee vorstellen, die den Machthaber P so beeindrucken, dass er seine Soldaten wieder nach Hause holt. Dann könnte die Ukraine von den Europäern wieder aufgebaut und wirtschaftlich genutzt werden. Im Nahen Osten ist auch noch einiges zu tun. Die US-Armee müsste die Verantwortlichen der Hamas aus ihren Verstecken holen und öffentlich hinrichten; dann wäre auch der Gaza-Streifen endlich befriedet und könnte zu einer touristisch attraktiven Gegend umgewandelt werden. Die Bewohner fänden als Personal in den Hotels und am Strand gutbezahlte Jobs. Wahrscheinlich wird der Peacemaker in Washington das bis zum Herbst geschafft haben. Dann steht der Vergabe des Nobelpreises nichts mehr im Wege. Skeptiker meinen allerdings, dass der Friedensstifter T an der Realität scheitern wird und nur große Worte sowie leere Versprechungen von ihm bleiben werden.
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