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Mutlose Jungabgeordnete

Sie geben sich wie Papiertiger. Erst proben sie den Aufstand, dann geben sie klein bei. Alle Fachleute bestätigen, dass die Rentenpolitik von Schwarz-Rot ein Desaster ist, dass in den nächsten zehn Jahren Ausgaben auf uns zukommen, die nicht mehr zu stemmen sind, wenn man nicht die Beiträge erhöht, länger arbeitet, an allem anderen, der Kultur, der Infrastruktur, dem Militär, spart oder immer mehr Schulden macht. Die Zuschüsse an den Lebensunterhalt der älteren Generation steigen ständig. Immer weniger Jüngere müssen immer mehr Älteren die Rente bezahlen. Dabei geht es der überwiegenden Mehrheit der Alten gut bis sehr gut. Und jenen, die an der Armutsgrenze leben müssen, könnte man anders helfen, als allen immer mehr aufs Konto zu überweisen. Eine Rentenreform – und auch eine Reform der Altersversorgung der Beamten – ist unumgänglich. Das weiß auch die Regierung, aber sie vertagt sie auf später. Dann wird sie vielleicht gar nicht mehr im Amt sein. Mit den jetzigen Beschlüssen wird eine tiefgreifende Reform gar nicht mehr möglich, weil zu viele Vorgaben nicht rückgängig zu machen sind. Früher sagte man, wir müssten den Gürtel enger schnallen. Das darf man jetzt nicht mehr sagen, denn so etwas wie „Sozialabbau“ ist im aktuellen Deutschland tabu. Dabei sind wir hinsichtlich der Sozialausgaben Weltspitze. Wie lange wird sich die Lebenslüge noch halten, dass wir uns alles leisten können, weil wir so tüchtig und fleißig sind. Die jungen Abgeordneten der CDU (komischerweise nicht der SPD) haben offenbar eine Ahnung davon, dass es so nicht weitergehen kann. Aber sie lassen sich von ihren Bossen einschüchtern und wagen den dringend gebotenen Widerstand nicht. Sie hätten verlangen müssen, die Rentenreform jetzt anzugehen, aber sie werden wohl klein beigeben. Dabei sind sie gewählte Vertreter des Volks und eigentlich in ihren Entscheidungen nur an ihr Gewissen gebunden.

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