Zu den Begleiterscheinungen kriegerischer Auseinandersetzungen gehört die Verteuerung von Waren. Aktuell treiben die militärischen Aktionen im Nahen Osten den Spritpreis in die Höhe. Darüber ärgern sich manche. Nun kann man zwar nicht ausschließen, dass sich die Mineralölkonzerne die Chance nicht entgehen lassen, sich als Kriegsgewinnler zu gerieren und die Krise für die Maximierung ihrer Gewinne zu nutzen. Sie werden sagen, sie seien keine Wohlfahrtsinstitute und daher berechtigt, alle Gelegenheiten zu nutzen, ihre Taschen zu füllen. Da haben sie natürlich recht. Aber den einzelnen Tankenden kann das nicht beruhigen, er soll schließlich zahlen. Was also ist zu tun? Da man keinen Einfluss auf das Kriegsgeschehen hat, bleibt nichts anderes übrig, als die Erhöhung durch Einsparungen zu kompensieren: also weniger fahren, Fahrgemeinschaften nutzen, ins Home-Office gehen, den ÖPNV in Erwägung ziehen, das Rad nehmen oder zu Fuß gehen. Bisher hat sinkende Nachfrage noch immer zu sinkenden Preisen geführt. Warum sollte das jetzt nicht mehr gelten? Einmal mehr wird deutlich, dass der fossile Trump sich auf einem Irrweg befindet. Klammheimlich darf man sich darüber freuen, dass der Klimaleugner und Bremser der alternativen Energiegewinnung seinen geliebten Wählern die Suppe versalzt und der eigenen Partei die kommende Wahl versaut. Das geschieht ihm Recht. Sein größtes Verdienst: Die Europäer kapieren allmählich, dass sie ohne die Bemutterung durch die USA zu leben lernen müssen.
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