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Teurer Bombenhagel

Man muss es sich leisten können, das Abwerfen Hunderter (oder sind es Tausender?) Bomben auf den Iran und den Libanon. Es erweckt den Eindruck, als wollten der amerikanische Präsident und sein israelischer Kampfgenosse zeigen, was sie alles haben und militärisch können. Niemand weiß so recht, was sie mit ihren Aktionen erreichen wollen. Nicht einmal unser Bundeskanzler, der eigentlich über Geheiminformationen verfügen müsste, kann sich aus dem Geschehen einen Reim machen. Was die Kriegshelden erreichen, ist indes klar: Sie haben das iranische Volk wieder mit dem Regime der Mullahs zusammengeschweißt, die Straße von Hormus verschlossen, die weltweite Inflation angeheizt und sogar die amerikanischen Wähler verunsichert. Ihr größter Präsident aller Zeiten ist zumindest nicht der größte Feldherr aller Zeiten. Aber ihm wird schon das Gefühl reichen, allen zu zeigen, dass sie nach seine Pfeife tanzen müssen, dass er über das Auf und Ab der Börsen gebietet, dass er Wirtschaftskrisen herbeiregieren kann und also in jeder Hinsicht mehr beachtet wird als sein Freund im Kreml. Der wird eifersüchtig auf die Erfolge seines Kumpels in Washington blicken. Sind wir von Irren umgeben?

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