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Sichere Rente

Wenn der Kanzler mit einem klaren Wort auf ein Problem hinweist, kann er sicher sein, dass er damit einen Sturm der Entrüstung hervorruft. So ging es ihm auch jüngst mit einer Äußerung über die Rente. Bei der besteht eine Finanzierungslücke. Das ist unumstritten. Wenn in Bälde zwei Beitragszahler die Altersversorgung eines Rentners bezahlen sollen, wird es schwierig. Sollte dieser Rentner 3000 € bekommen, müsste jeder der beiden Beitragszahler 1500 € beisteuern. Da bleibt nicht mehr viel für die Ernährung der Familie, das Wohnen und das kulturelle Leben, den Urlaub und die laufenden Kosten für den PKW. Die Lösung dieses Problems sehen manche in der Erhöhung der staatlichen Zuschüsse. Die betragen jetzt schon (2024) 116 Milliarden Euro für die Altersversorgung. Natürlich könnte der Staat noch mehr zuschießen, 150 Milliarden oder gar 200. Dieses Geld wird anderer Stelle fehlen, beim Sanieren der schon sprichwörtlichen „maroden Infrastruktur“, bei der Finanzierung des Gesundheitswesens, des sozialen Wohnungsbaus, der Verstärkung der Armee, der Transformation der Industrie oder der Vorbereitung auf den Klimawandel. Inzwischen haben die Sozialdemokraten eine Idee, wie der Stadt mehr Geld bekommen könnte: durch die Abschaffung der Schuldenbremse. Was der SPD aber bisher noch nicht gelungen ist: jemanden zu finden der die Kosten für Zinsen und Tilgung der Schuldenlast zu berechnen vermag. Zurück zum Kanzlerwort. Es ging darum, dass die staatliche Rente nicht mehr reichen würde, um den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Man müsse sie ergänzen um private und betriebliche Vorsorge. Hat er nicht recht? Doch wenn einer hier sagt, was ansteht, dann geht ein Shitstorm auf ihn nieder. Man muss Merz nicht lieben, um ihm beizustehen. Wann wird es dem deutschen Volke und seinen aufgeregten Interessenvertretern gelingen, die Wahrheit auszuhalten?

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