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Alltagstauglicher Klimaschutz

Über nichts hat sich die CDU als Opposition mehr aufgeregt als über das Gebäudeenergiegesetz, kurz GEG, der einstigen Ampelregierung. Die wollte damit den Klimaschutz voranbringen. Es galt die 65-%-Regel beim Einbau neuer Heizungen. Die ist jetzt vom Tisch. Drei Jahre, von 2026 bis 2029, geschieht klimatisch in Sachen Heizung so gut wie nichts. Danach gilt eine moderate Grüngas- oder Grünölquote von 10 %. Damit wird der Heizungsbeitrag auf ein Sechstel des Ampelgesetzes reduziert. Die ab 2029 geltende Bio-Treppe soll angeblich zu einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich beitragen. Das Verb „beitragen“ sagt nichts über das Maß des Beitrags. Man muss sich das wie das ungeliebte Superbenzin E 10 beim Verbrenner vorstellen. Es taugt für den Klimaschutz so gut wie nichts. Dazu passt der Satz von Katherina Reiche: „Wir ersetzen ein Gesetz, das viele Menschen verunsichert hat, durch eines, das auf Vertrauen, Technologieoffenheit und Machbarkeit setzt. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz machen wir Klimaschutz wieder alltagstauglich: weniger Ideologie, mehr Pragmatismus, mehr Planungssicherheit und mehr Freiheit für Eigentümer, Mieter und Unternehmen“. Man beachte die drei Schlüsselsubstantive: „Vertrauen“ – in wen eigentlich? – „Technologieoffenheit“ – gleich Rückkehr zu den alten fossilen Heizungsarten – und „Machbarkeit“ – als ob die Heizungsbauer nicht schon länger auch den Einbau von Wärmepumpen „machen“ könnten. Liebes Wirtschaftsministerium, mit solch verschwurbelten Formulierungen kaschierst du „alltagstauglich“ (= floskelhaft) deine Abkehr vom Klimaschutz.

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