Kategorien
Digitalisierung Gesellschaft Medien

Elon Musk

Was die beiden amerikanischen Autoren Quinn Slobodian und Ben Tarnoff über Elon Musk recherchiert haben, fassen sie unter dem Begriff „Muskismus“ zusammen. Das klingt wie „Marxismus“, variiert aber den aus dem 20. Jahrhundert geläufigen Begriff des „Fordismus“, mit dem man das von Henry Ford entwickelte System des Autobaus bezeichnet hat. Slobodian und Tarnoff erzählen „Aufstieg und Herrschaft eines Technoking“. Der habe in seiner Kindheit und Jugend im von Weißen beherrschten Südafrika. gelernt, dass nur Erfolg hat, wer alles im Griff hat. Nie dürfe man von anderen abhängig sein. Musks Modell der vertikalen Unternehmenskultur macht ihn unabhängig von globalen Störungen. In seinen Firmen ist er der Chef, der sich von niemandem hineinreden lässt. Mit den Firmen Paypal, Tesla und SpaceX und der Unterstützung des amerikanischen Staates hat Musk Milliarden verdient. Er konnte es sich leisten, Twitter mit Verlust zu kaufen. Ihm ging es dabei um den medialen Einfluss, den er damit erworben hat. Mit der Bürokratie-Reform unter Trump (DOGE) hat Musk sein Ziel, die Überwachung der Bevölkerung zu erleichtern, erreicht. Was will Musk? Die Welt nach seinem Bilde formen, einem konservativen, reaktionären, rassistischen Bild. Er will die Linke vernichten, deren „Wokeness“ eine Gefahr für die weiße Alleinherrschaft sei. Nichtweiße haben allenfalls zu dienen. Musk hat deshalb 14 (weiße) Kinder gezeugt. Seine Gedanken werden oft von Sciencefiction-Filmen angeregt. Für die Zukunft plant er einen Menschen, den eine superintelligente Maschine über eingebaute Chips steuert. Wird die Erde unbewohnbar, können Auserwählte auf dem Mars weiterleben. Klingt verrückt. Aber viele nehmen es ernst, die von Musk unterstützte AfD zum Beispiel. Und Trump.