Der Rüstungsindustrie geht es gut, der Autoindustrie nicht, liest man. Putin hat mit seinem Kriegsgebaren für eine Konjunktur der Waffenproduktion gesorgt. Trump, der nicht so recht weiß, was er eigentlich will, weiß zumindest eins: Er will nicht, dass die USA künftig Europa mitverteidigen. Das könnten sie wohl auch nicht, da es ihnen nicht einmal gelingt, mit dem Iran militärisch fertig zu werden. In dieser Situation ist es unausweichlich, dass man sich auf dem alten Kontinent auf alte Stärken besinnt und die Verteidigung selbst in die Hand nimmt. Der Rüstungsindustrie kann das nur recht sein. Sie boomt. Aber die Autobauer leiden und klagen. Gestern hat der VW-Chef vom radikalen Umbau seines Konzerns geredet. Es bedürfe besserer (schlankerer?) Strukturen. Die Beschäftigten müssten mehr arbeiten, wenn sie nicht entlassen werden wollen. Die Produktion soll deutlich billiger werden. Die in China gefertigten Volkswagen kosten nur ein Drittel dessen, was man hierzulande dafür zu bezahlen hat. Auch dauert ihre Entwicklung nur zwei Jahre, wo man hier sechs braucht. Heißt das, Deutschland soll von China lernen? Unvorstellbar. Erwartungsgemäß lehnt der VW-Betriebsrat die Sparpläne der Konzernleitung ab. Man werde heftigen Widerstand leisten. Man kann sich gut vorstellen, dass die das ernst meinen. Häckerling stellt sich vor, wie man wochen-, ja monatelang gegen die Sparprogramme streikt. Dem Management kann nichts Besseres passieren. Dann gibt es endlich einen triftigen Grund, Produktionsstandorte zu schließen. Die Arbeitslosen werden ja vom Staat bezahlt.
Kategorien