Krawallmacher

Es gibt gewiss einige Gründe, die Welt der Banken nicht zu mögen. Man kann auch die Europäische Zentralbank ablehnen. Ihr neues Gebäude in Frankfurt schön zu finden ist niemand verpflichtet. Und ob sich diese Institution als Teil der „Troika“ in Griechenland immer vorbildlich, auftragsgemäß oder sensibel verhalten hat, mag man durchaus bezweifeln. Klar ist auch, dass eine Demonstration gegen die EZB wie jede andere staatlichen Schutz genießt. Was sich aber vorgestern in Frankfurt abgespielt hat, rückt die ganze Bewegung mit dem kunstvoll-künstlichen Namen „Blockupy“ ins Zwielicht. Es gibt darunter offenbar Figuren, die der Bewegung von innen heraus schaden oder ihr einen ganz besonderen Stempel aufdrücken wollen. Derlei Typen gibt es auch unter den Fan-Gruppen beim Fußball, es gibt sie in der Bewegung gegen Stuttgart 21 und offenbar auch unter denen, die den Kapitalismus bekämpfen und abschaffen wollen. Sie meinen wohl, dass sie durch das Abfackeln eines PKW oder das Einwerfen von Fensterscheiben andere Menschen zum kritischen Nachdenken über die Finanzwirtschaft bewegen könnten, und dass sie mit der Einräucherung von Wohngebieten neue Anhänger für ihre Bewegung werben würden. Oder tut man ihnen zu viel der Ehre an, wenn man sie überhaupt solcher Gedankengänge für fähig hält? Vielleicht sind das ja nur Dumpfbacken ohne Verstand. Dass es allerdings ernsthafte und ernstzunehmende Menschen geben soll, die mit diesen Krawallmachern und Chaoten gemeinsame Sache machen, ist sehr schwer zu verstehen. Noch unverständlicher ist, was die Medien heute melden: Man mag sich von diesen Gewaltexzessen nicht distanzieren.

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