Was sind das bloß für Gestalten, in deren Händen das Geschick der Welt liegt? Bei der Klimakonferenz in Belem sind sie nicht bereit, einem Plan für den überfälligen Ausstieg aus der fossilen Energie zuzustimmen. Was schert sie die Zukunft der Menschheit? Es geht ihnen nur um die Zukunft ihrer Gewinne. Niederschmetternd ist auch, wenn man hört, dass in der Ukraine Menschen in hohen Ämtern Geld, das für die Energieversorgung des Landes bestimmt war, in die eigenen Taschen haben fließen lassen. Der Eigennutz ist offenbar auch hier größer als die Verantwortung gegenüber dem leidenden Volk. Und jüngst hat der US-Präsident einen neuen Friedensplan herausgehauen, der seinem Freund Putin signalisiert, dass wohl noch mehr zu holen ist. In der sonntagabendlichen Miosga-Talkshow rätselte man, welche Zeile der Trampler jenseits des Atlantiks verfolge. Es gehe ihm um sich, hieß es, um die Vermehrung seines Vermögens durch gute Geschäfte mit Russland, es gehe ihm wohl auch ein wenig um die Zustimmung der Menschen in den USA, denen die Ukraine egal ist, die wahrscheinlich nicht einmal wissen, wo dieses Land liegt, und es gehe ihm um weltweites Lob für seine Friedenstätigkeit. Die Hoffnung auf den Friedensnobelpreis dürfte ihn noch immer beflügeln. Dabei ist sein letzter Friedensplan, der für Gaza, noch keineswegs umgesetzt. Dort sterben noch immer Menschen und diesmal nicht von israelischer Hand. T wird ungeduldig mit den Füßen scharren, denn aus Gaza ließe sich eine ertragreiche Gegend mache, wenn man nur die Menschen dort anderswo unterbrächte. Aber dieses Problem werden T und sein Freund N auch noch lösen. Was die Ukraine angeht, so erhebt der amerikanische Präsident Anspruch auf die dort in der Erde lagernden wertvollen Rohstoffe und die eingefrorenen Gelder der russischen Milliardäre. Es zeigt sich, dass Tramps Friedensplan ein Finanzplan zu seinem eigenen Wohl ist. Was schert ihn das ukrainische Volk? Dem würde es doch unter der Herrschaft des russischen P gut gehen. Derzeit scharwenzeln die europäischen Staatenlenker um den Amerikaner herum, loben ihn über den Schellenkönig für sein Friedenswirken und hoffen wahrscheinlich auch insgeheim, wie sie möglichst billig aus der Ukraine-Sache herauskommen.
Schlagwort: Ukraine
Ferner Frieden
Nach drei Jahren Krieg wäre es an der Zeit, dass in der Ukraine Frieden einkehrte. Aber was derzeit geschieht, erweckt nicht den Eindruck, dass es uns diesem Ziel näher brächte. Der Angreifer greift weiter an. Er hat das Land noch nicht erobert bzw. seiner Herrschaft unterstellt. Warum sollte er einem Waffenstillstand zustimmen? Ps These: Er war gezwungen sei, das Land anzugreifen, wegen der Faschisten, die dort regieren. Und solange die nicht weg sind, muss die militärische Aktion weitergehen. Der Präsident der Vereinigten Staaten will, dass der Krieg aufhört, denn nur dann kann er mit Russland und der Ukraine Geschäfte machen. Das Wort „deal“, unter dem wir bisher so etwas wie ein „faires Abkommen“ verstanden haben, bedeutet bei ihm: Geld verdienen. Er ist weder an der Ukraine interessiert noch an der Sicherheit Europas, sondern nur an reichlichen Einnahmen. Wenn die Europäer vor P Angst haben, was er nicht versteht, denn er unterstellt seinem Freund in Moskau keine bösen Absichten, dann sollen sie sich selbst schützen. Das ist nicht die Sache der Amerikaner. Den Präsidenten der Ukraine nimmt er nicht ernst, die europäischen Politiker auch nicht. Er lässt sich von ihnen nicht zu Härte gegenüber P zwingen. Und sein Vize teilt uns mit, der US-Präsident könne bald die Lust an der Ukraine-Sache ganz verlieren. Sie hält ihn zu sehr vom Golfspielen ab. Es wird wohl so weitergehen: T hebt die Sanktionen gegen Russland auf und schließt Verträge zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Er liefert der Ukraine keine Waffen mehr, so dass ihre militärischen Widerstandskraft erlahmen wird und sie froh sein muss, wenn sie noch einen Teil ihres Landes behalten darf. Die Europäer werden ihren Beistand für das angegriffene Land ebenfalls einstellen und sich ängstlich wegducken. Einer aber wird schon Pläne für die nächste Spezialoperation schmieden. Das russische Imperium wird wachsen. So kommen wir dem Frieden näher.
Lockender Frieden
Er hat es versprochen. Der neue US-Präsident hatte im Wahlkampf angekündigt, er werde innerhalb eines Tages den Krieg in der Ukraine beenden. Wenn er es tatsächlich schaffen sollte, sei ihm seine unrealistische Zeitangabe verziehen. Aber was hat er versprochen? Frieden? Nein, nur ein Ende des Krieges, die Einstellung der militärischen Aktionen. Weil der ukrainische Präsident wenigstens Zusagen für die Sicherheit seines Landes wollte, wurde er von den Herren und T und V öffentlich zurechtgewiesen. Der Stopp von Waffenlieferungen und die Verweigerung geheimdienstlicher Unterstützung erzwangen das Nachgeben der ukrainischen Seite. Sie wird den US-Amerikanern ihre Bodenschätze überlassen und vermutlich nach dem Waffenstillstand ohne jede Sicherheit bleiben. Aber immerhin werden „die Waffen schweigen“ – wenn es dem Aggressor in Moskau in den Kram passt. Er wird einen weiteren Teil der Ukraine übernehmen, den mit den Bodenschätzen. Er wird verlangen, dass der aktuelle Präsident abtritt und das Land auf die Mitgliedschaft in der NATO verzichtet. Man wird die Gesetze der Ukraine ändern und denen in Russland anpassen. Das Land wird fortan faktisch von Moskau aus regiert werden. Den „Russen“ im Lande werden Sonderrechte gewährt. Wenn die Ukrainer Glück haben, dürfen sie ihre Sprache behalten. Aber immerhin: Der Krieg wäre zu Ende. T hätte sein Versprechen gehalten. Nun werden die Sanktionen gegen Russland aufgehoben. Sie liefern wieder Gas und Öl in alle Welt, sogar nach Deutschland. Unser Wohlstand wäre gesichert. Eines Sondervermögens für die Bundeswehr bedürfte es nicht mehr. Wir würden die deutsch-russische Freundschaft wiederbeleben und müssten fortan keine Angst mehr vor der Expansion des russischen Imperiums mehr haben. Das alles würden wir der „neuen Ukraine“ verdanken. Einer muss ja Opfer bringen.