Der reiche Mask hat es klar ausgedrückt: Die europäische Union gehört abgeschafft. Sie ist ihm lästig, weil sie die freie Entfaltung seines Datenkonzerns behindert. Nehmen die jenseits des Atlantiks sich doch heraus, Gesetze auf sein Imperium und andere US-Imperien anzuwenden, von Verstöße zu faseln und sogar Strafen zu verhängen. Auch die Tramp-Administration hält von den Europäern so gut wie nichts. Da sind ein paar Kleinstaaten ohne Macht. Die haben gefälligst das zu tun, was er, der geniale Amerikaner, plant. Die Europäer stehen da oft im Wege. Sie wollen von den USA verteidigt werden. Das sollen sie gefälligst selbst in die Hand nehmen. Amerikanisches Geld ist zu schade für dieses kraftlose Europa. Und dann unterdrückt man dort auch noch die Meinungsfreiheit. Sie errichten „Brandmauern“ gegen Parteien, die die richtigen Ziele verfolgen, Parteien, die sich mit Amerika und Russland gut stellen, die Puh-tin loben und vor allem ihn, den großen Tramp, und die Kontakt halten mit dem besten Europäer, dem Regierungschef von Ungarn. Wie heißt er doch gleich? Man muss den Europäern deutlich machen, dass sie ein Nichts sind, dass sie allenfalls am Katzentisch sitzen dürfen, wenn die Großen und Mächtigen, die USA, Russland und China, die Welt unter sich aufteilen. Und was machen die so Geschmähten? Sie sind sich uneins. Besseres können sie offenbar nicht.
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Gewendete Energiewende
Der große Wochenend-Deal der Kommissionspräsidentin VDL mit dem größten Dealer aller Zeiten wird Folgen haben: Er bedeutet auch eine Wende in der Energiepolitik. Denn um den Amerikaner von höheren Zöllen abzuhalten, haben wir uns verpflichtet, amerikanische Produkte im Wert von Hunderten von Milliarden Euro zu kaufen. Vor allem US-Autos. Die werden künftig fast so billig zu bekommen sein wie chinesische und es werden Benziner sein, denn schließlich wollen und sollen auch die US-Mineralölkonzerne in Europa Geld verdienen und es in den USA abliefern. Auch beim Heizen ist es T gelungen, eines seiner wichtigen Ziele zu erreichen: das Ende der Energiewende. Wir kaufen künftig Unmengen an günstigem US-Gas aus Fracking-Förderung. Dieses Gas muss natürlich verbrannt werden. Dazu bedarf es eines neuen Heizungsgesetzes. Wärmepumpen, die von Strom am Leben gehalten werden, können bald nicht mehr gefördert werden. Man wird sie mit hohen Steuern belegen, damit die deutschen Hausbesitzer wieder Gas- und Ölheizungen einbauen. Der nächste Schritt der EU-Kommission wird der Verzicht auf die CO2-Bepreisung sein. Denn wenn das Gas teurer wird, kauft es niemand. Also darf das nicht sein. In der neuen Wirtschaftsministerin haben wir offenbar eine überzeugte Gegnerin der alternativen Energien. Sie wird den Bau neuer Gas- und Atomkraftwerke veranlassen und vor allem die Klimaziele abschaffen. Denn wie so manche in der neuen Politikergeneration sieht sie in der Theorie vom Klimawandel eine Propagandalüge, die nur dazu da ist, die Menschen zu verunsichern und die Gewinne der Wirtschaft zu schmälern.
Amerikanischer Albtraum
Was einer anrichten kann, wenn er Präsident einer Weltmacht ist, kann man in diesen Stunden erleben. Er hat sich etwas ausgedacht, und weil ihn niemand hindert, setzt er seine Idee um. Sein einfacher Gedanke: Wenn ich ausländische Waren mit Zöllen belaste, fördere ich die eigene Wirtschaft, denn die kann nun ihre Waren billiger verkaufen. Der Umsatz wird steigen, man wird mehr Arbeitsplätze brauchen. Das wird den amerikanischen Arbeitnehmern zugutekommen. Ihre Löhne und Gehälter werden steigen. Und die ausländischen Firmen werden sich ganz schnell in den USA niederlassen, um die Zölle zu vermeiden. Die Folge: Alle Amerikaner sind glücklich. Sie werden mich loben. Merkwürdigerweise läuft das Ganze nicht so ab, wie es sich der Präsident gedacht hat. Die anderen Staaten erheben nun ihrerseits Zölle auf amerikanische Waren. Die werden dann teurer und weniger gekauft. Das schadet den US-Firmen, weil sie weniger im Ausland verkaufen werden. Ihre Erlöse werden sinken. Das aber macht die US-Bürger unzufrieden. Sie regen sich über ihren Präsidenten auf. Vielleicht ist ja seine Grundidee falsch: Seltsamerweise werden mehr Waren in die USA eingeführt als exportiert. Liegt das daran, dass die anderen Ländern Amerika ausbeuten wollen, wie der Präsident sagt? Oder vielleicht doch eher daran, dass im Ausland Waren produziert werden, die Amerikaner gerne kaufen. Warum kaufen sie chinesische und sogar deutsche Autos? Weil sie besser sind? Oder billiger? Warum kaufen wir ungern amerikanische Autos? Weil sie wegen ihrer Größe nicht auf unsere Straßen passen, weil sie zu viel Sprit brauchen oder zu viel Strom. Es genügt nicht, wenn ein amerikanischer Präsident eine einfache Idee hat; denn die Welt ist nicht einfach. Und der Welthandel erst recht nicht. Gibt es im Team des Herrn Tramp niemanden, der ihm das mal erklärt?