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Widerliche Unmenschen

Diese Radikalen in der israelischen Regierung müssen weltweit geächtet werden. Wer anderen Menschen ihre Menschenwürde abspricht und damit ihre Ausrottung begründet, hat eine Grenze überschritten. Was unsereins versteht: Dass man in der Hamas den Feind sieht, dass man deren Mitglieder zur Rechenschaft ziehen möchte, dass man sich ein Zusammenleben mit ihren Anhängern nur schwer vorstellen kann. Aber nicht zu verstehen ist, dass es im Staat Israel Radikale gibt, die den Palästinensern rundweg das Lebensrecht und das Menschsein absprechen. Wir Deutschen kennen das, sofern wir bereit sind, uns an das Hitler-Regime zu erinnern. Damals hatten SS und Wehrmacht kein Problem, andere Menschen massenweise umzubringen, weil man sie als „Untermenschen“ und damit als minderwertig einstufte. Diese Abkehr von den Werten der Humanität wird man uns Deutschen nie verzeihen. Dass nun im Land Israel Ähnliches gesagt werden kann, ohne dass die Justiz eingreift, ist sehr bedenklich. Offenbar gibt es viele im Lande, die solche Aussagen klammheimlich unterstützen. Bei aller historisch begründeten Loyalität zum Staat Israel, darf sich niemand hier, der hier politische Verantwortung trägt, davor scheuen, diesen Äußerungen mit klaren Worten entgegenzutreten. Monströse Menschenfeindlichkeit ist durch nichts zu rechtfertigen. Dass diese potenziellen Mörder sich gar auf die Bibel berufen, ist widerlich. Sie haben den Geist dieses Buches nicht verstanden. Doch mit der verbalen Verurteilung solcher Tötungsfantasien darf es nicht sein Bewenden haben. Es ist nötig, diese Radikalen zur Rechenschaft zu ziehen, sie mit Sanktionen zu belegen und den Kontakt mit ihnen und ihren Unterstützern abzubrechen. Ob unsere Regierung das hinbekommt?

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Merkwürdiges Foto

In der regionalen Zeitung war dieser Tage ein interessantes Foto abgelichtet. Wir sehen darauf zwei stadtbekannte Männer (den Oberbürgermeister der Kommune und seinen Wirtschaftsförderer) vor der Betonfassade des Rathauses stehen. Beide tragen sie Helme. Jeder hält mit einer Hand ein Fahrrad fest, dass es nicht umfällt. Die Botschaft des Bildes ist nicht schwer zu erschließen: Wichtige Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind manchmal mit dem Rad unterwegs. Vorbildlich tragen sie dabei Helme. Man könnte das Foto als einen ein Beitrag zur Verkehrserziehung deuten oder als einen Appell, sich klimafreundlich fortzubewegen. Wenn man dann allerdings den dazugehörigen Text liest, wird man irritiert. Darin wird zum Ausdruck gebracht, dass die beiden Radsportler wichtige Orte der Stadt bekannt machen wollen: als Erstes eine Eisdiele wenige Meter vom Rathaus entfernt und danach, etwa 300 m entfernt, die Freiluftgastronomie auf dem ehemaligen Gartenschaugelände der Stadt. Diese an sich ehrenwerte kommunalpolitische Aktivität findet leider im Foto der beiden Radfahrer keinen adäquaten Ausdruck. Man hätte die beiden bedeutenden Persönlichkeiten anschaulicher zeigen können, zum Beispiel ein Eis schleckend oder auch biertrinkend beim Freiluftgastronomen. Und warum halten sich beiden an ihren Fahrrädern fest? Beide Stationen hätten diese rüstigen Herren ohne besondere Mühe und in wenigen Minuten auch zu Fuß erreichen können. Man fragt sich: Ist das Foto ein Produkt der Sommerhitze oder geht es gar nicht um Eis und Gastronomie, sondern um das Herausstellen der Stadtoberen? Dann allerdings müsste Häckerling leider zu einem tadelnden Begriff greifen: Hofberichterstattung.

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Trockene Böden

Manche freuen sich: Endlich mal wieder ein richtiger Sommer! Soll man ihnen ihre Freude gönnen? Den Besuch der Bäder, das abendliche Sitzen im Garten, die leichte Kleidung, die Freude an Springbrunnen? Die heutige Zeitung ist voll von Klimameldungen, sogar der Leitartikel hat sich des Themas angenommen. Die Nachrichten sind eher gemischt: Die Zahl der Menschen, die es für wichtig halten, dass „die Politik“ den Klimawandel im Auge behält ist auf 60 % gesunken. Die meisten aber wollen, dass diese Maßnahmen sie nichts „kosten“. Bei Einbußen der Lebensqualität oder gar beim Geld hört für viele von ihnen die Bereitschaft auf, etwas für das Klima zu tun. Immer wieder wird darauf verwiesen, dass Deutschland nur zu ein bis zwei Prozent zu den schädlichen Emissionen beitrage. Daraus folgt: Ob wir was tun oder nicht, spielt keine Rolle. Leider ist es so, dass die Länder mit „geringem“ Anteil an den Emissionen in der Summe etwa zu 40 % beitragen. Wenn also alle „Einprozentigen“ beschließen, dass ihr Beitrag an schädlichem Ausstoß zu vernachlässigen sei, dann werden schon mal zwei Fünftel alle Emissionen nicht reduziert. Leider hängt der Mangel an Klimasensibilität auch mit einem Mangel an einfacher Rechenkompetenz zusammen. Da liegt es nahe, wenn die AfD die Schulpflicht aufheben will. Die Kinder entgehen so der Gefahr, die Folgen von deren Politik berechnen zu können. In der Zeitung steht jeden Tag, dass der Pegel der Flüsse sinkt, die Böden vertrocknen, die Ernte in Gefahr ist, die Industrie leidet und der Wassermangel zunehmen. Kein Problem für Klimaleugner: Es gab schon immer heiße Sommer und niedrige Wasserstände. Dummerweise erreichen diese Phänomene Rekordhöhe. Aber war es nicht immer schon ein Grund zum Jubeln, wenn ein Rekord gebrochen wurde?