Unwirksame Empfehlungen

Als vor acht Jahren die damalige grün-rote Koalition in Baden Württemberg Hals über Kopf die Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung abgeschafft hat, schwante so manchem Unheil. Es ist inzwischen eingetreten. Zu viele Kinder wurden wider den Rat der Grundschulen auf das Gymnasium oder die Realschule geschickt. Manche der nicht Empfohlenen haben es sogar geschafft – auch Grundschullehrerinnen sind nicht unfehlbar. Aber ein beträchtlicher Teil auch nicht. Sie mussten nach diversen Misserfolgen den schmählichen Weg „nach unten“ antreten. Das hätte nicht sein müssen. Was aber offenbar sein musste, das war die innere Anpassung der aufnehmenden Schulen an ihre veränderte Klientel. Man schraubte die Anforderungen herunter. Was hätte man auch sonst tun sollen? Das Abschieben von schwachen Schülern geht auch zu Lasten des Images der Schulen. Sie werden der pädagogischen Unfähigkeit geziehen. Das wirkt rufschädigend. Also unterlässt man es, überforderten Zöglingen in größerer Zahl das consilium abeundi zu geben. Die Quittung für diese Anpassung schreiben dann die Bildungsforscher. Das Land BW ist schulisch auf untere Ränge gerutscht. Jetzt strampelt sich die Schulverwaltung ab, um den Wiederaufstieg zu schaffen. Der aber ist nicht nur beim Fußball schwierig.

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