Die Grünen und die Steuern

Einen guten Zeitpunkt für ihre Steuererhöhungspläne haben sie erwischt, die Grünen. Der jüngste Armutsbericht hat die Botschaft ausgesandt, dass die Reichen bei uns zu reich und daher die Armen im Vergleich dazu viel zu arm sind. Dann mussten wir erfahren, dass es immer noch zu viele Schlupflöcher für das Geld der Reichen gibt – nicht nur in Lichtenstein oder auf einigen Inseln hier und dort, nein, sogar in Luxemburg und Österreich lässt sich Geld relativ gefahrlos parken. Und dann hat der weiland Fußballspieler und nun Fußballboss U. (nicht D.) Hoeneß mitgeteilt, wo er sein persönliches Schatzkästlein aufbewahren lässt, in der Schweiz.

Diese Schweiz hat dieser Tage den Zuzug von deutschen Menschen eingedämmt, aber von einer Eindämmung der Zufuhr deutschen Geldes war bisher nicht die Rede.

Warum aber wollen die Grünen mehr Steuern kassieren? Im Kontext der letzten Ereignisse würde man annehmen, es gehe ihr um Gerechtigkeit, um Umverteilung von oben nach unten. Das haben sie auch schon mal so geäußert, aber Herr Kretschmann, der dieser Steuererhöhung, die den Mittelstand, sagt er, nicht treffen werde, auch zugestimmt hat, will mit dem Geld etwas anderes machen. Er will es für die vielen Projekte verwenden, die sich die Grünen ausdenken werden. Man sieht: Einen Grund, die Steuern zu erhöhen, findet ein Grüner  – und wohl auch ein Roter – immer.

Und noch eins: Die genannten Grenzen für den Höchststeuersatz von 45 bzw. 49% (60000 bzw. 80000 € im Jahr, was einem Familieneinkommen von 5000 bis 6500 € im Monat entspricht) treffen den Mittelstand sehr wohl.

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Ein Kommentar zu Die Grünen und die Steuern

  1. Boris sagt:

    In den Zeitungen ist zu lesen, dass man den Grünen gute Chancen mit ihren Plänen gibt. Wo doch Steuererhöhungen normalerweise Wähler verscheuchen, scheint hier der alte Irrglaube zu wirken „es wird schon nur die anderen treffen“. Man stelle sich vor, fast die Hälfte des Einkommens wird gleich einbehalten, da reden wir noch nicht davon, dass man von allem noch Mehrwertsteuer zahlen muss, Krankenkassen bezahlt und Abgaben an die Gemeinde erfolgen müssen. Alles in allem würde man sich freuen, heute wie im finsteren Mittelalter nur den „Zehnt“ entrichten zu müssen.

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