Stoch und seine Pläne

Gewiss, er wirkt wesentlich kompetenter und schlagfertiger als seine Vorgängerin, Stoch, der neue Kultusminister von Baden-Württemberg. Dieser Tage stellte er sich im Stuttgarter Rathaus den (harmlosen) Fragen der Stuttgarter Nachrichten. Doch seine höhere Verbindlichkeit bedeutet keine Abkehr von den radikalen grün-roten Schulplänen.

Das Ziel ist der rasche Ausbau der Gemeinschaftsschule. Sie wird deutlich mehr Geld und Personal bekommen als die Realschulen und Gymnasien. Erstere werden allmählich verschwinden, weil ihr Konzept nicht mit der Gemeinschaftsschule harmoniert, Letztere, die Gymnasien, werden durch Niveauverlust ausgehöhlt werden. Auch G 9 wird daran nichts ändern.

Die steigende gymnasiale Übergangsquote sieht man mit klammheimlicher Freude. Je mehr die Gymnasien wegen der zunehmenden Heterogenität in die Knie gehen, desto schneller kann man ihr Ende konstatieren. Der Ministerpräsident beschreibt das mit dem Bild der zwei Säulen: links die Säule GMS (+ RS), rechts die Säule Gymnasium. Aber warum zwei Säulen, wenn auch eine reicht? Wenn die eine Säule dank üppiger Zuwendungen immer dicker wird und die andere an Hunger stirbt, dann kann man die eine abtragen und die andere zur tragenden Säule ernennen.

Das muss man den Grün-Roten lassen: Sie geben sich wie Stoch harmlos, sie schläfern die Bevölkerung mit beruhigenden Wendungen ein, aber sie verfolgen gnadenlos ihr bildungspolitisches Umbauprogramm. Wir können nur hoffen, dass wir nicht eines Tages in den Ruinen einer zerstörten Schullandschaft stehen.

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Ein Kommentar zu Stoch und seine Pläne

  1. Boris sagt:

    Ich lebe ja noch in der Hoffnung, dass zum einen die Gymnasien noch viele viele offene und versteckte Freunde (auch im Ministerium) haben und zum anderen die Vernunft noch rechtzeitig einschreitet, bevor der Schaden in voller Größe eintritt.

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