Kulturbildung

Kulturelle Bildung erschließt neue Welten und trägt maßgeblich zur Persönlichkeitsbildung bei. Alle Kinder und Jugendlichen müssen deshalb Zugang zu kultureller Bildung haben. Mit dem Programm ‚Kultur macht stark‘ leisten wir einen Beitrag dazu, dass kulturelle Bildung in der Breite ankommt.

Diese Sätze stehen im schwarz-roten Koalitionsvertrag am Beginn des Abschnitts „Allgemeine Bildung“. Anschließend ist von der politischen, der MINT-Bildung und der digitalen Bildung die Rede. Was ist mit der „kulturellen Bildung“ gemeint? Wohl nicht nur Lesen und Schreiben, sondern vielleicht die Künste, also Theater, Film, Malerei, Musik und dergleichen.

Das in diesem Sinne Kulturelle fördere, so die Meinung der Großkoalitionäre, die Persönlichkeit und erweitere den Horizont. Vor allem mache das Kulturelle „stark“, wobei nicht klar wird, welche Art von Stärke gemeint ist – Körperkraft, Seelenstärke oder Charakterstärke? Mit einem „Programm“ soll das Kulturelle „in der Breite“ ankommen. Das tut es offenbar derzeit nicht.

Das politische Ziel: Alle Kinder sollen „kulturell“ gebildet werden. Wer sorgt dafür? Eine neue Behörde in Berlin? Die Vereine? Eine Stiftung? Die Volkshochschule? Mein Vorschlag: den Auftrag bei der Institution belassen, die schon immer fürs kulturelle Fördern der Kinder und Jugendlichen zuständig war, der Schule. Dort sollte man wieder gründlich Lesen und Schreiben lernen. Diese „Kulturtechniken“ sind die wichtigsten Zugangsinstrumente zur (nicht nur) kulturellen Bildung. Dort, in der Schule, sollten wieder Musik und Kunst eine bedeutendere Rolle spielen dürfen. Dort sollte man mehr Geld haben, um mit den Kindern ins Theater, Museum oder den Konzertsaal zu gehen. Dann würden sich wieder mehr Kindern „neue Welten“ erschließen. Auch ihre Persönlichkeit könnte sich bilden. Und vielleicht würden sie sogar stärker.

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