Kaufländische Verbraucherwüste

Sobald sich die Temperaturen den 30 Grad nähern, ist beim „Super“markt Kaufland landunter. Nicht nur, dass die Austräger des Wochenprospekts (idiotischerweise gültig von Donnerstag bis Mittwoch) seit Wochen streiken, im Markt selber gibt es ihn auch nicht („leider vergriffen“). Bei der Leergutrückgabe staut sich eine 10 m lange Schlange, drei von vier Rückgabeautomaten sind defekt. Die Gutmütigkeit des Kunden ist gefragt, vor allem seine Lebenszeit. Dass von den Waagen bei Obst und Gemüse auch nur eine funktioniert, wen überrascht es? Denn Lidl & Schwarz hat es noch immer nicht nötig, seine Kassen mit einer Wiegevorrichtung zu versehen. Stattdessen nimmt die Geschäftsleitung die Verlängerung der Zeit, die der Kunde an der Kasse wartet, billigend in Kauf, denn jeder Dritte vergisst das Wiegen und muss das noch schnell nachholen. Auch das andere Kaufland-Ärgernis muss der Kunde hinnehmen: dass er jedes Mal für Obst und Gemüse eine neue Plastiktüte braucht, weil die alte einen Aufkleber hat. Oder soll man den alten Betrag einfach durchstreichen? Bei dieser Supermarkt-Kette kann man das Phänomen der Gewinnmaximierung schön studieren. Und auch das des Pfeifens auf jede Art von Nachhaltigkeit. Warum gehen wir eigentlich ins Kaufland?

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