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Benachteiligter Kreis

Am 15. Dezember ist ein neuer Fahrplan des VVS in Kraft getreten, wie immer begleitet von vollmundigen Ankündigungen der VVS-Verantwortlichen. Die S-Bahnen in der Region Stuttgart würden viel länger als bisher im 15-Minuten-Takt verkehren, heißt es. Aber im Kleingedruckten steht Ernüchterndes. Da findet sich eine Liste der Ausnahmen von diesem Fortschritt: Die S 1 von Böblingen nach Herrenberg kann nicht mitmachen (wegen der ICs in die Schweiz). Jetzt rächt sich die sattsam bekannte Benachteiligung des Kreises Böblingen und das Zögern beim Ausbau des Schienennetzes Richtung Süden. Auch die S 60 wird vom 15-Minuten-Takt ausgenommen. Damit bleibt es beim bisherigen dürftigen Angebot auf der Querachse von Böblingen-Renningen. Und es wird auch künftig bei dem Ärgernis bleiben, dass bei einer Verspätung der S 1 in Böblingen den Umsteigern aus Stuttgart die S 60 vor der Nase wegfährt und sie eine halbe Stunde auf die nächste warten dürfen. Der Stadtverkehr Böblingen/Sindelfingen, der bislang für die Fahrt zum Beispiel ins Sindelfinger Wohngebiet Hinterweil am Nachmittag eine Alternative in Gestalt der halbstündig in Böblingen startenden Linie 704 geboten hat, verschlechtert sich für die Bewohner im Norden der Stadt seit dem 15. Dezember ebenfalls. Die bisherige Verlängerung der Linie 704 nach Böblingen in den Hauptverkehrszeiten ist gestrichen worden. Ein erster Test des neuen Fahrplans hat ergeben: Die Busse kommen verspätet oder fallen aus. Die beauftragte Firma scheint mit der Verdichtung des Stadtverkehrs überfordert.

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