Kategorien
Gesellschaft Politik

Trockener Pelz

Hat der Volksmund doch nicht recht? Kann man den Pelz der Menschen waschen, ohne sie nass zu machen? Auch die Quadratur des Kreises rückt in greifbare Nähe. Die Klimapolitik macht‘s möglich. Als die deutschen Wählerinnen und Wähler zu ahnen begannen, dass die CO2-Bepreisung tatsächlich was kosten würde, dass sich das Autofahren und Heizen möglicherweise verteuern könnte, kam der Aufschrei in Gestalt eines Liebesentzugs für die grüne Partei, auch „Absturz in der Wählergunst“ genannt. Nun beeilen sich alle, nicht nur die Grünen, zu beteuern, dass der Klimawandel sozial „abgefedert“ sein müsse. Will sagen: Er darf im Geldbeutel nicht spürbar sein. Wir werden, so lautet die Botschaft, unsere großen Ziele erreichen, ohne dafür zur Kasse gebeten zu werden. Die armen Pendler, die Lastwagenfahrer, die Wohnung-Beheizer, die Autobauer und Flugreisenden und noch andere mehr werden geschont. Notabene: Wir werden die 1,5-Grad-Grenze einhalten, ohne Opfer bringen zu müssen. Wie wird das möglich sein? Durch die Abschaffung der ungeliebten und lästigen Schuldenbremse bieten wir dem Staat die Möglichkeit, allne durch die Kosten der Klimapolitik potenziell Belasteten unter die Arme zu greifen. Der verteuerte Benzinpreis wird durch Beihilfen erträglich gemacht, den Umbau der häuslichen Heizung zahlt der Staat, die Autoindustrie wird bei der allfälligen Transformation großzügig subventioniert, die Transporte mit LKWs werden verbilligt, die Lufthansa erhält staatliche Zuschüsse und vieles andere mehr. Hurra, wir schaffen die Klimaziele und das auch noch gratis! Könnte es sein, dass da irgendwo ein Denkfehler ist?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.