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Kriegerische Zeitenwende

Der Mann in Moskau will Großes. Ihm schwebt ein Russland vor, das Europa dominiert, das Weißrussland und die Ukraine umfasst, die baltischen Staaten und möglicherweise auch Polen, Ungarn und Tschechien. Er will an Stalin anknüpfen, dessen sowjetische Regime bis an die Elbe reichte. Dort, an der Elbe, soll der Einfluss der Nato enden. Nun ist das Wünschen jedem erlaubt. Aber wenn das Wunschkonzert in Eroberungskriege ausartet, wird es kritisch. Der Herr P hat es geschafft, dass sich „der Westen“ aufrafft, sich zu verteidigen. Dort, wo „Pazifisten, Veganer und Radfahrer“ (Putin) das Sagen haben, will man plötzlich aufrüsten, schickt man den Ukrainern Waffen, legt man weite Teile des Finanzverkehrs mit Russland still. Ob diese Messerstiche den russischen Diktator erreichen und ihn umstimmen werden – ungewiss und unwahrscheinlich. Zu einem Gewaltherrscher gehört die Sturheit und das völlige Überzeugtsein von seinen Plänen. Eine Zeitenwende findet in seinem Kopf nicht statt, allenfalls bei uns anderen. Am Sterben und an den Zerstörungen in der Ukraine wird das nichts ändern. Aber wir müssen lernen, dass die Welt gar nicht gut ist.

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