Abstiegssorgen

So nennt man es, wenn zu befürchten ist, von einer Liga in die nächstuntere zu rutschen. Solche Sorgen haben ständig welche, wenn auch nicht immer die gleichen. Beim Fußball trifft es jene, die am Ende der Spielzeit auf den ganz unteren Rängen landen. Das kann zum Beispiel dem VfB Stuttgart blühen. Warum auch nicht? Wer zu wenig Spiele gewinnt und zu viele verliert, steigt mit Fug und Recht ab. Das tut natürlich weh, dem Verein, den Sponsoren, den Fans, nur nicht den Spielern, die finden andernorts eine eben so gut bezahlte Stelle.

Bei den Parteien ist das ein wenig anders. Derzeit ist die FDP ein Abstiegskandidat. Es läuten ihr – wieder einmal dürfen wir Älteren sagen – das Sterbeglöcklein. Ganz gestorben ist sie bislang noch nicht, trotz einiger „Abstiege“. Darunter versteht man, dass man bei der Wahl zu wenig Wählerstimmen bekommen hat. Wer unter 5% rutscht, muss absteigen, allerdings nicht in die nächstuntere Liga, sondern ins Außerparlamentarische. Insofern handelt es sich weniger um einen Abstieg denn um einen Ausstieg. Im Gegensatz zu Fußballprofis winkt den Parteiprofis in der Regel auch kein neuer Arbeitsplatz oder kein neues Mandat in einem anderen Verein. Oder nur dann, wenn man die Partei wechselt. Auch das ist schon vorgekommen.

Absteigen ist nicht schön. Man kann es nur dann verhindern, wenn man sich im „Abstiegskampf“, so heißt es im Fußball, nicht bei den Parteien, obwohl es ganz ähnlich ist, wenn man sich also in diesem Kampf anstrengt, um die letzten erforderlichen Punkte oder Prozentbruchteile zu ergattern.

Also VfB und FDP, ihr müsst euch jetzt sehr anstrengen.

(Blog-Eintrag Nr. 247)

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