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Griechenland und wir

Das Motiv für diesen Eintrag im Blog Häckerling ist die Ratlosigkeit des Schreibers in der griechischen Angelegenheit. Ich habe nichts gegen Griechenland. Zwar suche ich es nicht, wie einst unsere geistigen Vorfahren, „mit der Seele“, aber ich respektiere ohne Wenn und Aber den Beitrag der alten Griechen zum abendländischen Denken.

Aber darum geht es jetzt nicht. Es geht um die Schulden eines Landes und die Frage, wie sie beglichen werden. Wenn ich es richtig verstehe, was mir von der Politik eingehämmert wird, müssen wir für diese Schulden schon aus eigenem Interesse gradestehen. Wenn die Griechen pleitegehen, schadet das auch uns, heißt es. Sind wir als mitschuldig am griechischen Salat? Sind wir mitgefangen und werden also mitgehangen?

Bisher war ich der Meinung, dass einer, der sich hoch verschuldet, daran selbst schuld ist. Er muss es nicht tun, weil ihn niemand zwingt, Kredite aufzunehmen, die über seine Verhältnisse gehen. Wer sich finanziell übernimmt, muss irgendwann dafür büßen. Das ist schlimm, es ist auch traurig, aber es ist halt so.

Die jetzt diskutierten Modelle zur „Rettung“ Griechenlands sind offenbar so konstruiert, dass jeder Deutsche die Folgen in seinem Geldbeutel spüren wird. Das ist nicht lustig, zumal wir heute in den Zeitungen lesen müssen, dass viele deutsche Arbeitnehmer trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs weniger verdienen als noch vor Jahren. Vielleicht sollte man sich doch einmal die Steuern und Abgaben hierzulande etwas genauer anschauen und nicht ständig auf die einprügeln, die das vorschlagen. Auch wenn wir die Griechen noch so liebenswert finden mögen, zu Hause gibt es auch einiges zu tun.

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