Grün-Rot und seine jungen Beamten

Wer will bestreiten, dass der Staat sparsam wirtschaften muss? Auch ein verhältnismäßig wohlhabendes Bundesland wie Baden-Württemberg muss das tun. Sparsamkeit zeigt sich vor allem beim Geldausgeben. Dummerweise denken dabei viele Politiker zuerst an ihre Mitarbeiter. So auch die Grün-Roten hier. Besonders die Beamten des höheren Dienstes haben sie als Sparschweine entdeckt. Vor allem die jüngeren werden zur Kasse gebeten. Das trifft insbesondere die angehenden Lehrer des Gymnasiums. Ihnen zeigt sich der Dienstherr Staat von seiner unsympathischsten Seite.

Man zahlt diesen bald Dreißigjährigen nach dem Start in den Beruf einige Jahre weniger, als ihnen laut Besoldungstabelle zusteht, und man erhöht laufend ihren Eigenanteil an den Krankheitskosten. Auch sie werden von der Verschiebung der Besoldungserhöhung um ein Jahr (der „Null-Runde“) betroffen. Das bringt dem Staat eine „Erleichterung“, aber es macht das Leben der Jungen schwerer.

Diese Menschen haben länger studiert als ihre Kollegen in den anderen Laufbahnen, sie kommen also später in den Beruf und beginnen daher erst später mit dem Geldverdienen. Bei den Lehrern (denen im Gymnasium) kommt dazu, dass ihre Chance auf eine Stelle rapide gesunken ist. Sie müssen also befristete Aufgaben annehmen oder Lücken im Privatschulbereich kostengünstig stopfen.

Andererseits erwartet man von diesen jungen Leuten, dass sie eine Familie gründen, eine Immobilie erwerben und das im Umbau befindliche Bildungssystem motiviert und innovativ begleiten.

Was ist sozial daran, die eigene Sparsamkeit damit zu beweisen, dass man anderen das Geld wegnimmt?

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