PegidAfD

Es ist sicher nur ein Zufall, dass im Kürzel der AfD drei der fünf Buchstaben des Vornamens Adolf stecken und auch die Überschrift dieses Blogs, der einen nahtlosen Übergang von der einen zur anderen Abkürzung suggeriert, ist nur eine Spielerei. Ernst ist aber die Symbiose, die sie zum Ausdruck bringen will.

Die Pegiden tun so, als ob sie das Abendland verträten. Welches? Das des Aufklärers Lessing, der nicht nur im „Nathan“ die gegenseitige Achtung zwischen den Religionen anmahnte? Oder das des europäischen Nationalismus, der sich einst schwer tat, über den Rhein hinweg Toleranz zu praktizieren? Oder gar das der Faschisten, die alle niedermachen wollten, die nicht so waren wie sie?

Nicht dass nun jemand meint, ich verteidigte den faschistischen Islam, der niemand außer sich selbst gelten lassen kann. Diese Gewaltbereiten können wohl nur mit Gewalt überwunden werden. Aber ich finde schon, dass Menschen, die vor solchen Individuen flüchten, Verständnis und Hilfe erwarten können, vor allem in Deutschland, aus dem vor gar nicht langer Zeit Menschen aus ähnlichen Gründen fliehen mussten. Den Abendlandverteidigern aus den neuen und alten Bundesländern kann ich nur veraltetes Denken unterstellen oder besser: gefährliches. Dass sich die AfD, dieser Nationalisten-Klub, an Pegida anhängt (siehe Überschrift), passt ins Bild dieser sogenannten Partei, die allenfalls eine Ansammlung von Vorgestrigen ist.

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2 Kommentare zu PegidAfD

  1. Tobias sagt:

    Es wäre sicher hilfreich, wenn die Politik (also die GroKo) ein wenig klarer zwischen Wirtschafts- und Kriegsflüchtlingen unterscheiden würde, und es wäre sicher sinnvoll, die Abschiebungen derer, die wir nicht aufnehmen wollen, konsequenter durchzuziehen, um denen, die wir aus humanitären Gründen aufnehmen müssen, besser helfen zu können.

    Kreaturen, die in religiös (inhaltlich meist völlig falsch) begründetem Fanatismus einen „Gottesstaat“ ohne Musik, Alkohol (dafür aber mit härteren Drogen) und Frauenrechte aufbauen wollen und die dabei auch ungerührt über Kinderleichen gehen, sollten das Abendland fürchten lernen. Aber nicht die AfD oder Pagida, sondern gut gerüstete Spezialisten mit klaren Aufträgen und ausreichender Bewaffnung.

    Beides ist momentan in echter Konsequenz nicht zu beobachten (oder wird nicht medial berichtet).

  2. Nana sagt:

    „Ängste ernst zu nehmen, heißt nicht, ihnen zu folgen.“ – Dank an Herrn Gauck , dass er es in seiner Weihnachtsansprache aussprach, um damit vielleicht doch neben Bestätigung einigen weiteren Personen Impuls zu geben, die sich persönlich zwischen ihren widerstrebenden Gefühlen unentschieden fühlen.

    Die ARD-Interviews bzgl. Pelargida sind ungekürzt abzurufen. Der Begriff „Abendland“ bleibt darin derzeit ein Dunkelfeld. Eindrucksvoll verdeutlichen sich dabei emotionale Grenzen rationaler Analysebereitschaft.
    Dennoch brauchen wir neben der Empathie die Rationalität, um uns verständigen zu können.

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