Unnötiges Topfgeld

Manchmal sind die Politiker eifrig, manchmal tun sie mehr als nötig. Die Regierung hat verschiedene Töpfe mit Geld gefüllt und wartet nun, dass Befugte zugreifen und sich bedienen. Es gibt Geld für den Bau von Ladestationen für E-Autos, für den Kauf von PKW mit Elektromotor, für die Digitalisierung und für die Kosten der Flüchtlinge. Der letztgenannte Topf ist besonders voll: 24 Milliarden Euro liegen darin. Onkel Dagobert hätte seine helle Freude. Aber merkwürdigerweise will kaum jemand das Topfgeld haben. Die heutige Zeitung zeigt in eindrucksvollen Grafiken, wie wenig die Mittel in den Töpfen nachgefragt werden. Da fragt sich Häckerling natürlich seinerseits, warum das so ist. Es kann natürlich Folgendes sein: Die Beantragung der Mittel ist so kompliziert, dass die Empfänger noch nicht durchschaut haben, wie man die entsprechenden Formulare ausfüllt. Es kann aber auch sein, dass diese Gelder unnötig sind. Man braucht sie einfach nicht, man hat selbst genug Geld. Oder ist es gar so, dass jene, für die das Geld bestimmt ist, gar nicht wissen, welche Zuwendungen die Bundesregierung für sie bereit hält? Müsste man die mutmaßlichen Empfänger vielleicht auf diese Segnungen hinweisen? Eines jedenfalls scheint gewiss: Einem Staat, der Geld auf die Seite legt, für das so gut wie kein Bedarf besteht, scheint es sehr gut zu gehen. Ist das nicht ein Grund zur Freude?

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