Automobile Schrumpfkur

Die Zeitungen melden einen beträchtlichen Stellenabbau bei Audi und Daimler. Allerdings soll niemandem gekündigt werden. Man nimmt erfreuliche Rücksicht auf die Mitarbeiter. Die Schrumpfung ist nötig wegen der E-Mobilität, dem Rückgang beim Verkauf von Dieseln und der finanziellen Folgen des Dieselbetrugs. Zugleich braucht man viel Geld fürs Forschen. Was den Dieselbetrug angeht, so hat die Autobauer niemand gezwungen, ihn zu begehen. Daher fehlt es dem Blog-Schreiber am Mitleid für die Konzerne. Daimler musste schon immer zur Umweltrücksicht getrieben werden. Es bedurfte in Sindelfingen vor Jahren einer starken Protestkampagne („Luft und Leben“), bis man sich bequemte, den Ausstoß von Giften abzustellen. Dass man beim Diesel auch erst juristisch angegangen werden musste, bis sich etwas änderte, ist keine Überraschung. Jetzt klagt man über den Mangel an Geld für die Forschung und den Umbau der Produktion. Auch da kann man sich nur wundern. Das Geld wäre dagewesen, wurde aber jahrelang großzügig an die Mitarbeiter verteilt, die eh schon deutlich mehr verdienen als die anderen Sindelfinger Berufstätigen. Mit diesen großzügig verteilten Milliarden hätte man auch forschen können. Warum, fragt sich Häckerling, fehlt es diesen Globalplayern an Weitblick?

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