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Gesellschaft

Gehortete Waren

Nein, das Klopapier ist nicht das Problem. Zur Not geht es auch mit Zeitungspapier. Wir Nachkriegskinder kannten nichts anderes. Ein größeres Problem sind Zucker und Mehl. Aber selbst wenn man die hat, fehlt es am Wichtigsten und Kleinsten, der Hefe. Von der ist selten die Rede. Aber seit zwei Wochen gibt es sie nicht mehr. Auch Trockenhefe war in den Regalen nicht mehr zu finden. Offenbar kommt bei diesem Artikel die Marktwirtschaft an ihre Grenzen. Ähnlich ist es im medizinischen Bereich. Wir haben genug Intensivbetten, heißt es, und sogar an Beatmungsgeräten mangele es nicht. Was fehlt, das sind Gesichtsmasken und die Schutzkleidung des Personals. Die kommen oder genauer: sie kommen nicht aus China und Indien. Da rächt es sich, wenn man die Dinge nicht mehr im eigenen Land herstellt, sondern auf die ständige weltweite Verfügbarkeit aller Waren setzt. Häckerling wollte dieser Tage einen Mundschutz erwerben. Aber der örtliche Apotheker hatte keine mehr. Früher habe eine Packung 8 Euro gekostet, berichtet er, jetzt habe man ihm die gleiche Packung für 120 € angeboten. Dieses Angebot habe er abgelehnt. Wie schön, dass es in diesen Zeiten noch Menschen gibt, die vom Corona-Virus profitieren.  Und gut auch, dass nicht alle das Profitspiel mitmachen.

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