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Schwächelnde Schülerschar

Der Verfasser kann nur hoffen, dass der Trick mit dem grammatisch femininen Wort „Schar“ als Ausweg aus dem Gender-Dilemma akzeptiert wird. Er meint damit die Gruppe der manchmal „Lernenden“, die „Schüler*innen“ oder „„SchülerInnen““, kurz: alle Kinder, die ein Gymnasium besuchen. Die sind gebeutelt durch den monatelangen unpräsenten Unterricht, durch Fernunterrichtung vor Rechnern, durch den Unterricht in wechselnden Kleingruppen. Was immer auch die Mutmaßenden, die Lehrer*innenverbände und Bildungsforschenden errechnen mögen, klar dürfte sein, dass sich der Lernrückstand gegenüber den vorpandemischen Zeiten nicht in Wochen, sondern nur in Monaten ausdrücken lässt. Hinzu kommt in BW ein hausgemachtes Problem, die Abwertung der Grundschulempfehlung durch Grün-Rot, die ebenfalls und inzwischen nachweislich zu einem Leistungsabfall in den Gymnasien (und wohl auch den Realschulen) geführt hat. Die neue grün-rote Regierungsmann- und -frauenschaft will daran aber nicht rütteln – keine Strukturdebatten heißt es. Wie aber sollen die Defizite besagter „Schar“ behoben werden. Der Bund gibt fürs Aufholen zwei Milliarden Euro. Was macht das Land? Die Sommerferien bleiben unangetastet. Ein Extra-Schuljahr wäre zu teuer. Kinder, die in normalen Zeiten 30 Wochenstunden haben, noch ein paar Stunden extra zusätzlicher Förderung zu verordnen, das geht wegen der Belastung auch nicht. Häckerlings Vorschlag: Man mache gar nichts und hoffe, dass sich die Defizite im Laufe der Zeit ganz von selbst auflösen. Heißt es nicht, die Zeit heile alle Wunden? Und kosten würde es auch nichts.

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