Unzulängliche Müllentsorgung

Der Bewohner (und auch die Bewohnerin) des Landkreises Böblingen ist in der Rolle des Müllentsorgers stark gefordert, logistisch, aber auch finanziell.

Da sind die Abholtermine von drei verschiedenfarbigen Mülltonnen zu überblicken: unterschiedliche Wochentage und unterschiedliche Abstände zwischen den „gleichfarbigen“ Abfuhren. Da muss man für die grüne Tonne im Fachhandel oder auf dem Rathaus eine Jahreswertmarke erwerben. Die Bezahlung der Restmüllleerungen erfolgt auf der Grundlage einer Jahresrechnung durch Abbuchung. Die blaue Tonne mit dem Altpapier wird gratis geleert – wie schön für uns!

Aber dann gibt es noch die „Wertstoffe„: Plastikmüll, Dosen, Milchtüten, Batterien, Aluminium, Holz und dergleichen mehr. Sie müssen auf den Wertstoffhof gebracht und dort in die entsprechenden Container geworfen werden. Wehe, man macht etwas falsch, dann ist eine tadelnde Bemerkung des dortigen Personals fällig. Die Hin- und Rückfahrt beträgt – je nach dem Ziel, für mich kommen Sindelfingen-Maichingen oder Sindelfingen-Schwertstraße oder Böblingen-Hulb in Frage, zwischen fünf und zwölf Kilometer. Das ist selbst bei einem Kleinwagen nicht ganz billig (drei bis sieben Euro). Über die steuerliche Absetzbarkeit dieser „Dienstfahrten“ müsste man mal nachdenken. Das Parken am Wertstoffhof erfordert gute Nerven, herrscht dort doch zu Stoßzeiten das reine Chaos. Und über den Schadstoffausstoß sollte man sich auch mal Gedanken machen.

Es ist daher gut, wenn die FDP im Kreistagswahlprogramm ein neues Konzept für die Abfallentsorgung fordert.

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