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Unrühmliche Forderungen 5 oder Bildungspolitische Ziele der Linken

Die Linke, lese ich, „will das Recht auf Bildung im Grundgesetz verankern“. Nun ist aber nach besagtem Grundgesetz die Ausgestaltung des Schulwesens Ländersache. Folgerichtig steht (zum Beispiel) in der Verfassung des Landes Baden-Württemberg (im Artikel 11, 1): „Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage das Recht auf eine seiner Begabung entsprechende Erziehung und Ausbildung.“ Eine klare Aussage und eine deutliche Vorgabe für die Regierenden. Ob sich an der Ausbildungssituation viel ändern würde, wenn ein solcher Satz auch im Grundgesetz stünde? Was mir bei den Linken nicht klar ist: Sie wollen auch ein Recht auf berufliche Ausbildung in der Verfassung festschreiben. Ist damit das Recht auf eine Lehrstelle bzw. einen Studienplatz gemeint?

Was die Länge der gemeinsamen Schulzeit angeht, so übertreffen die Linken noch die Grünen: zehn Jahre haben die Kinder und Jugendlichen in eine „Gemeinschaftsschule“ zu gehen. Das soll die Regelschule sein. Bedeutet das die Abschaffung der Haupt- und Realschulen, der Gymnasien und der Privatschulen?

Dass die Linken die „Lehr- und Lernmittelfreiheit sichern“ wollen, heißt doch wohl, dass sie das in die Länderverfassungen schreiben will. Dort steht das in den meisten Ländern bereits, so zum Beispiel in der Verfassung von Baden-Württemberg: „Unterricht und Lernmittel an den öffentlichen Schulen sind unentgeltlich.“ (Art. 14, 2) Was aber hat es mit der „Lehrmittelfreiheit“ auf sich? Unter Lehrmitteln versteht man die Geräte und Materialien, mit denen die Lehrkräfte unterrichten. Die zahlt der Schulträger. Hier brauchen wir keine „Freiheit“, sondern allenfalls mehr Geld für die Schulen, damit sie genügend Lehrmittel anschaffen können.

Die Forderung nach mehr Mitbestimmungsrechten in den Bildungseinrichtungen läuft etwas ins Leere, denn die gibt es schon; sie werden aber nach meiner Einschätzung eher zu wenig genutzt.

Eine Antwort auf „Unrühmliche Forderungen 5 oder Bildungspolitische Ziele der Linken“

Es ist ein Markenzeichen der Linken, viel zu fordern, wenig zu denken und noch weniger vorher nachzufragen. Dass viele Gesetze ausreichend sind und nur nicht entsprechend ihrer Möglichkeiten genutzt werden, müsste der Linken mittlerweile bekannt sein. Da sich dies aber kaum zum Aufhetzen eignet, beachtet man diese Gegebenheiten kaum.

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