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Massenhafter Protest

Die USA sind unser Unglück oder sie können es demnächst werden. Weil dort seit Jahrhunderten Menschen anderer Hautfarbe, Schwarze, Rote, Gelbe etc., als zweitklassig, minderwertig und kriminell gelten, geht die Polizei gegen sie brutal vor. Mord im Dienst gehört zum Police-Alltag. Im Wesentlichen bleiben diese Verbrecher straffrei. Also darf man sich nicht wundern, wenn jene, die sich benachteiligt fühlen, auf die Straße gehen. Auch in Europa und ganz besonders in Deutschland kommt es in diesen Tagen zu solidarischen Aktionen. Das ist verständlich und es wäre alles recht und gut, wenn da nicht diese hartnäckige Virus-Seuche wäre, die unseren Alltag stört oder gar zerstört. Das Recht auf Demonstrationen ist ein hohes Gut. Das betont das Verfassungsgericht unverdrossen. Aber wie verträgt es sich mit dem Schutz vor dem Virus? Wie wir gestern gesehen haben, gar nicht. Wo ein paar Hundert Protestierende erlaubt und erwartet wurden, kamen Zehntausende. Sie konnten beim besten Willen (hatten sie den überhaupt?) nicht den nötigen Abstand halten. Die Polizei wollte diese Massen offenbar nicht vertreiben. Schließlich waren die Menschen (die meisten jedenfalls) aus ehrenwerten Gründen zusammengekommen. Nun wird es sich in ein oder zwei Wochen zeigen, ob diese Massenveranstaltungen Folgen haben. Kommt es zu einem Aufleben der Pandemie und müssen gar wieder strengere Maßnahmen ergriffen werden, können wir uns bei den Amerikanern bedanken. Sie haben uns mit dem Mord an einem Schwarzen die Sache eingebrockt. Kommt es nicht zu einer Zunahme der Infektionen, können wir aufatmen und noch „forscher“ (ein Merkel-Adjektiv) die Lockdown-Lockerung vorantreiben.

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