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Energielose Energiewende

Wir müssen alle, jede und jeder Einzelne, unseren Beitrag zur Energiewende leisten. So weit, so klar. Was kann man tun, wenn man mit Gas heizt, weil nur dieses bzw. Elektrizität im Viertel als Heizung erlaubt sind, nun aber beides obsolet ist. Auf die Nutzung der Erdwärme umstellen? Für ein Reihenhaus möglich, aber zu teuer und noch zu wenig ausgereift, sagt der Heizungsfachmann. Wenn man sich die Kisten anschaut, die im Garten stehen müssen und im Keller, wird einem ganz anders. Photovoltaik? Eine gute Sache, aber das Gespräch mit dem Fachmann ergab: Vor 2025 besteht kaum eine Chance, sie zu installieren. Und an Akkus fehlt es wahrscheinlich noch länger. Die Wahrscheinlichkeit, die Energiewende auf dem eigenen Dach noch zu erleben, schwindet beim Blick auf die Statistiken der Lebensversicherungen. Die Restlaufzeit alter Menschen nimmt mit jedem Monat signifikant ab. Keiner gibt ihnen noch einen Kredit. Der würde eh nicht mehr abbezahlt. Was bleibt dann? Energieeinsparung. Manche essen ihre Tiefkühlpizza kalt. Statt der Dusche nutzt man das Waschbecken. Pullover und Wollstrümpfe sparen manches Kilowatt ein. Auf Reisen kann man verzichten. Wenn man jeden Tag mit dem Bus zum Supermarkt fährt, entfällt der Wocheneinkauf mit dem PKW. Den PC kann man nach jeder Benützung ausschalten. Ein Buch zu lesen, am besten kein gedrucktes, spart den Strom für das TV-Gerät. Und dann bleiben noch die Vorteile des Klimawandels: Es wird wärmer und ergo ist weniger zu heizen. Insgesamt wird das wenig bringen. Aber das haben wir ja schon als Kind gelernt: Kleinvieh macht auch Mist.

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