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Angeschwiegene Kinder

Den deutschen und den eingedeutschten Kindern mangelt es an der deutschen Sprache. Sie tun sich schwer mit dem Lesen, dem Verstehen des Gelesenen, dem Schreiben und dem Reden. Das ist der neue (und alte) Befund der PISA-Studie. Das ist kein Wunder. Es wird zwar in unserer Gesellschaft furchtbar viel geredet und auch kommuniziert, aber mittels der Geräte, in die gesprochen oder etwas eingetippt wird. Zwischen denen in der Fernen besteht über die Geräte ein ausschweifender Austausch. Dafür kommen die in der Nähe Lebenden zu kurz Man sieht Mütter, die zwei Kinder mit sich herumschleppen, aber nicht mit ihnen, sondern mit ihrem Handy in Kontakt sind. Da ist etwas verloren gegangen: Sprechen lernt man durch Sprechen, Sprechen lernt das Kind von der Mutter (auch vom Vater), man nennt das auch Muttersprache. Schreiben lernt man durch Schreiben, also in der Schule. Wie man hört, wird dort immer seltener geschrieben. Vom Üben des Schreibens halten sie in der Grundschule offenbar nicht mehr viel. Lesen lernt man durch Lesen. Das Vorlesen ist eine der schönsten Pflichten der Eltern. Wissen die das noch? Wer vorgelesen bekommt, will auch selbst lesen. In der Grundschule und in den Klassen fünf müsste jedes Kind jeden Tag mindestens fünf Minuten am Stück laut vorlesen. Besser mehr. Zu Hause sollte es den Eltern oder Geschwistern vorlesen. Wenn es dann auch noch über das Gelesene sprechen dürfte, würde man bald Fortschritte merken. Vielleicht schon in vier oder acht Jahren, beim nächsten PISA-Test. Und die armen Migrantenkinder? Für sie gilt dasselbe. Den Eltern müsste man einhämmern, dass nicht nur ihre Kinder, sondern auch sie selbst Deutsch lernen müssen. Es gibt Angebote im Fernsehen in deutscher Sprache, es gibt Werbespots im Radio, es gibt einfache Hörbücher. Es gibt sogar Sprachkurse. Man muss nur wollen. Oder vielleicht auch müssen.

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Elon Musk

Was die beiden amerikanischen Autoren Quinn Slobodian und Ben Tarnoff über Elon Musk recherchiert haben, fassen sie unter dem Begriff „Muskismus“ zusammen. Das klingt wie „Marxismus“, variiert aber den aus dem 20. Jahrhundert geläufigen Begriff des „Fordismus“, mit dem man das von Henry Ford entwickelte System des Autobaus bezeichnet hat. Slobodian und Tarnoff erzählen „Aufstieg und Herrschaft eines Technoking“. Der habe in seiner Kindheit und Jugend im von Weißen beherrschten Südafrika. gelernt, dass nur Erfolg hat, wer alles im Griff hat. Nie dürfe man von anderen abhängig sein. Musks Modell der vertikalen Unternehmenskultur macht ihn unabhängig von globalen Störungen. In seinen Firmen ist er der Chef, der sich von niemandem hineinreden lässt. Mit den Firmen Paypal, Tesla und SpaceX und der Unterstützung des amerikanischen Staates hat Musk Milliarden verdient. Er konnte es sich leisten, Twitter mit Verlust zu kaufen. Ihm ging es dabei um den medialen Einfluss, den er damit erworben hat. Mit der Bürokratie-Reform unter Trump (DOGE) hat Musk sein Ziel, die Überwachung der Bevölkerung zu erleichtern, erreicht. Was will Musk? Die Welt nach seinem Bilde formen, einem konservativen, reaktionären, rassistischen Bild. Er will die Linke vernichten, deren „Wokeness“ eine Gefahr für die weiße Alleinherrschaft sei. Nichtweiße haben allenfalls zu dienen. Musk hat deshalb 14 (weiße) Kinder gezeugt. Seine Gedanken werden oft von Sciencefiction-Filmen angeregt. Für die Zukunft plant er einen Menschen, den eine superintelligente Maschine über eingebaute Chips steuert. Wird die Erde unbewohnbar, können Auserwählte auf dem Mars weiterleben. Klingt verrückt. Aber viele nehmen es ernst, die von Musk unterstützte AfD zum Beispiel. Und Trump.

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Undurchsichtiger TV-Anbieter

Der klassische Fernsehzuschauer hat es nicht leicht. Das Fernsehen kommt heutzutage übers Internet. Es gelangt von einem „Übergabepunkt“ aus über eine „Leitung“ in sein Gerät. „Das Fernsehen“, das sind einige hundert Kanäle mit bekannten und unbekannten Sendern. Sie erscheinen nach einem „Suchlauf“ auf einer Liste und können dann eingeschaltet werden. Der Anbieter dieser Kanäle hieß früher „Kabel BW“, dann „unitymedia“. Nun heißt der „Versorger“ Vodafone. Dabei muss es sich um einen riesigen Konzern handeln, bei dem die eine Abteilung nicht weiß, was die andere tut. Der „Hausbesuch“ eines Mitarbeiters von V, der angeblich den „Anschluss“ im Keller überprüfen wollte, entpuppte sich bald als Werbeaktion. An soll doch das ganze Internet von V beziehen und nicht mehr von der Konkurrenz. Der Werber stellte dann fest, dass unsereins für das Kabelfernsehen zu viel bezahle (20 € im Monat). Er „verkaufte“ einen Vertrag, der sieben Euro billiger ist als der bestehende. So weit, so gut. Es kam sogar eine schriftliche Bestätigung des neuen Vertrags und die Mitteilung über die Kündigung des alten. Das Dumme daran ist, dass die „alte Abteilung“ nichts von dem neuen Vertrag weiß. Sie bombardiert den Kunden, mich, seit Wochen mit Aufforderungen, die Kündigung zu überdenken und einen neuen Vertrag abzuschließen. Zwei Anrufe bei der angebotenen Nummer offenbarten, dass man dort von dem Vertragswechsel nichts wusste. Das sei eine andere Abteilung. Ob der neue Vertrag denn irgendwo registriert sei, fragte ich. Das wurde von der Dame nach längerem Forschen in den Tiefen ihres PC bejaht. Aber auch danach kommen ständig „Mahnungen“, die Kündigung zu stornieren, weil man sonst gezwungen sei, „das Fernsehen“ am Tag XY „abzuschalten“. Mein Versuch, der Firma V den Unsinn ihrer Aktion zu vermitteln, scheiterte schon im Ansatz, weil es keine Möglichkeit gibt, ihr eine Nachricht zukommen zu lassen. Der riesige Medienkonzern hat keine E-Mail-Adresse, an die man sich wenden kann – aus Angst vor dem Kunden?